Mittwoch, 4. Januar 2012

T12 - Mein Fazit

2011 war ja das Schreibjahr schlechthin für mich. 300.000 Wörter sind ja absolut kein Pappenstiel, aber eine durchaus schaffbare Summe, wenn man sie in niedliche Tageshäppchen aufteilt. (822 Wörter falls jemand seinen Taschenrechner nicht bemühen möchte.)

Aber wo fange ich jetzt überhaupt an?
Am besten bei den Vorbereitungen, die dank der Pollos Diavlos unglaublich gut liefen. Und das heißt nichts Anderes als: Plotten! Jede Menge Plotten! Der Dezember vor dem T12 war geprägt von zig coolen Projekten und unglaublich genialer Hilfe. (Vielen Dank, ihr Lieben! Ich kann es gar nicht oft genug sagen.) Somit war der Grundstein gelegt.
Plot - check!

Die ersten Monate liefen wie am Schnürchen. Ich lag mit einem Monatspensum jenseits der 30.000 immer gut im grünen Bereich. Also ... wow, ging besser als ich erwartet hatte.

Aber dann. Ja, dann kam die erste Nullrunde im Juni. Schließlich musste ich meinen NaNo-Roman aufpolieren um mir ein Proofcopy zu holen. Überarbeiten, überarbeiten, überarbeiten! Rückblickend muss ich zugeben, dass ich trotz (oder gerade wegen?) all dem Überarbeitungsstress unglaublich viel dazugelernt habe. Schreiben ist wirklich nur die halbe Miete. Wenn nicht sogar nur ein Drittel.

Dann ... Juli ... meine "Gargoyles" haben mir eine bittere Lektion erteilt. Das Projekt heimste im Tintenzirkel unglaublich viel positive Rückmeldung ein, aber ich musste mich schließlich geschlagen geben. Projekt vorerst auf Eis.

August ... meine "Bunkerstadt". Eine weitere bittere Lektion, wie sich Ende September herausstellte. Die Perspektive fühlte sich gegen Ende völlig falsch an. Absolut kein schönes Gefühl.

Und schließlich stand der NaNoWriMo vor der Tür. Mit "Nur ein Echo" bin ich gut gefahren und habe auf halber Strecke zu den 50.000 den T12 gemeinsam mit zwei weiteren Schreibwahnsinigen (*zu Kuddel und zu Valaé wink*) geknackt. Und kurz darauf auch noch den NaNoWriMo. Sieg! Siiiieg!

Dicht gefolgt von einer Schreibabstinenz, die mir wieder einmal klar machte: Ich hab es wieder einmal übertrieben. *seufz* Balance scheint wirklich nicht meine Stärke zu sein.

Also, hier nun endlich zu meinem Fazit:
T12 ist abolut geil, wenn man dem Schreibrausch verfällt, sich mit Gleichgesinnten in Battles Wörter um die Ohren haut und rastante Fortschritte an der Tagesordnung stehen. Diese Erfahrung möchte ich auf keinen Fall missen!

Und die Kehrseite der Medaille:
Wenn man Projekte aus Zeit- und Nervenmangel zur Seite legt, um mithalten zu können. Wenn das Schreiben keinen Spaß mehr macht und man sich trotzdem hinsetzt. Wenn sich der 40-Stunden-Job als Klotz am Bein erweist. Das sind Dinge, auf die ich gerne verzichtet hätte. Aber sie gehören nun einmal ebenso dazu und ich glaube, langsam kann ich mich mit dem Gedanken auch anfreunden.

In einem Jahr habe ich unglaublich viel dazugelernt, habe meine Grenzen neu ausgelotet und 326.066 Wörter in neue Geschichten gepackt. Ich bin auf jede einzelne Geschichte stolz - auch wenn es nur ein Fragment ist.

Und jetzt? Jetzt freue ich mich darauf alles zu lesen, was ich letztes Jahr verbrochen habe. =P

2 Kommentare:

  1. Ich war ja schon mit 250.000 Wörtern an der Grenze und finde es immer wieder bewundernswert, dass in einem Jahr auch noch mehr geht ...
    Die Kehrseite der Medaille habe ich in meinem T12 leider sehr stark zu spüren bekommen, daher werde ich auch nicht mehr mitmachen. Für mich war es doch zu viel Druck und ich habe mich dann ja auch gleich in eine sehr lange Schreibflaute hineinmanövriert.
    Vor allem habe ich zwar theoretisch mehr Zeit als jemand mit einem 40h-Job, aber praktisch musste ich ja auch meine Dissertation sowie meine Nebenjobs organisiert bekommen, und das war auch alles andere als einfach.

    Also ich finde es wirklich toll, wieviel du im letzten Jahr geschafft hast und wünsche dir viel Erfolg beim Überarbeiten!

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  2. Dankeschön! Ich freu mich schon unglaublich aufs Lesen und anschließende Überarbeiten. *hibbel*

    Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass sich unsere T12-Erfahrungen so ähnlich sind. =D
    Wobei der Druck für mich nicht primär von meinem Ziel stammte, sondern von meinem Wunsch mit den anderen mitzuhalten. Was natürlich völlig schwachsinnig ist, wenn man mal genauer darüber nachdenkt ...

    Was die Zeit getrifft ... bei mir besteht ein sehr seltsames Verhältnis zwischen vorhandener Zeit und Produktivität. Je mehr von dem einen, desto weniger von dem anderen. Auch wenn ich nichts dagegen hätte mehr Zeit zu haben, schlussendlich geht es ja darum, wie man sie nutzt. =) (Und ob man wirklich jede Minute in ein einziges Hobby stecken möchte/kann.) Und wenn dann das "normale" Leben auch noch ein Stückchen abhaben will. Uff. Dann wird es immer knapp.

    Ich drück dir jedenfalls ganz fest die Daumen, dass deine Diss bald fertig wird und dass bei den Jobs alles glattläuft. =)

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