Was schreibe ich eigentlich schon mehr als ein halbes Monat lang? Hm, ich gebe zu, ich schummel ein wenig, was den MaiMo angeht. Ich habe extra ein Projekt genommen, bei dem ich meinen Stil jetzt nicht von Jugendbuch auf Fantasy umstellen muss.
"Runaways" ist ein weiteres Jugendbuch, das "attacca!" vom Stil her gar nicht so unähnlich ist. Es kommt ebenfalls ohne Fantasyanteil aus und ich dachte, es lässt sich genauso locker schreiben wie "attacca!". Tja, dachte. Bis eine Nebenprota namens Steffi auftauchte und Jamie (und mir) über ihre Mum erzählte.
Vor zwei Tagen habe ich das Dokument geschlossen und wollte es nicht mehr anfassen, da mir das Schreiben richtig zugesetzt hat. Durch Steffi kommen da Gefühle mit rein, die nicht so ganz ohne sind. Früher oder später muss man sich mit dem Thema Tod auseinandersetzen. Leider. Und das ist eines der Themen, das ich in meine "Runaways" packe.
Ich weiß, man soll es als Autor tunlichst vermeiden seine eigenen Erlebnisse in eine Geschichte einzubauen. Nun. Ich bezweifle, dass man das auch nur annähernd hinkriegt. Ich schreibe hier natürlich keine Biografie, aber es stecken trotzdem viele von meinen Gedanken in der Geschichte.
Schließlich kommen die Worte aus mir heraus.
Jetzt habe ich schon soviel getippt und bisher ist noch nicht einmal der Name meiner Prota gefallen. Sie heißt Jamie, ist 15 Jahre alt und ich habe sie schon ganz fest ins Herz geschlossen.
Meine "Runaways" haben mir auf den bisherigen 130NS mehr zugesetzt, als alles Andere, was ich bisher geschrieben habe. Ich nehme es als gutes Zeichen. Und wohl auch als solches, dass ich diese Geschichte erstmal für mich behalten werde.
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen